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16.07.: Erster Honig der Saison im Pullman Cologne

Fotos: Andreas Klein

Ihm ist es eine Herzensangelegenheit und daher haben sie auch weiterhin ihr Zuhause im Pullman Cologne: Der neue Hoteldirektor des Pullman Cologne Henk J. van Oostrum setzt mit dem Profi-Imker Gregor Köppen die Tradition fort, so dass auch weiterhin vier Bienenvölker auf dem Dach des Hotels heimisch sein werden. „Der Stellenwert der Bienen für uns und die Natur ist enorm", betont Henk J. van Oostrum. „So war es für mich selbstverständlich dieses so erfolgreiche Artenschutzprojekt in unserem Haus fortzusetzen ."

Sein Vorgänger und Hobby-Imker Rolf Slickers siedelte im Jahr 2011 die ersten Bienenvölker auf dem Dach des Pullman Cologne an und war jedes Jahr gespannt auf den Ertrag des feinsten Altstädter Blütenhonigs aus eigener Herstellung. Nun steht erneut das Schleudern des ersten Honigs der Saison in der Hofburg an und der neue Hoteldirektor freut sich dabei auf prominente Unterstützung durch Henriette Reker, Kandidatin für das Amt des Kölner Oberbürgermeisters, und Dagmar Eichberg-Weber, Baas der Kölner Künstlervereinigung "Muuzemändelcher".

Engagement für die Zukunft

„Verlässt die letzte Biene die Erde, bleiben dem Menschen noch vier Jahre." Dieser Satz von Albert Einstein betont den hohen Stellenwert der Bienen für das sensible Ökosystem. Kein Wunder, dass nachhaltiges Handeln für das Team vom Pullman Cologne besonders wichtig ist. Als erstes Hotel der Domstadt ging im vergangenen Jahr das Pullman Cologne eine KURS Lernpatenschaft mit der Kölner Theodor-HeussRealschule ein. In dieser Kooperation, die weiter fortgeführt werden soll, können sich Jugendlichen nicht nur vor Ort über die Berufswelt informieren, sondern sich auch konkret in das Bienenprojekt einbringen. Auch im kommenden Schuljahr haben die Biologielehrer wieder die Möglichkeit, mit ihren Kursen die Bienenvölker auf dem Dach zu besuchen und auch beim Imkern zu helfen. So erhalten die Schüler einen Einblick hinter die Kulissen und können danach den Wert der Bienen besser einschätzen.

Wer einen Blick auf die fleißigen Bienen oder die Imker werfen möchte, kann von Mai bis Juli live dabei sein. Denn unter wetter.com findet sich unter der Rubrik „Köln" eine hochauflösende Webcam, die auf dem Dach des Pullman Cologne installiert ist. Sie zeigt nicht nur einen unverstellten Blick auf den Dom, sondern auch Live-Bilder von Köln's 1. Hochhaus-Imkerei.

Stellenwert der Bienen

Trotz aller technischen Errungenschaften kann der Mensch die Bestäubungsleistung der Biene nicht ersetzen. Da aber zahlreiche Pflanzen nur auf diesem Wege bestäubt werden können, stehen die Bienen schon seit langem unter Schutz. Zudem sichert die Bestäubungsleistung der Bienen indirekt das Überleben anderer Arten, wie zum Beispiel der heimischen Vogelwelt. In den letzten zehn Jahren hat sich durch verschiedene Veränderungen im Ökosystem die Anzahl der in Deutschland gehaltenen Bienenvölker halbiert.

Sanftmütige Sammler der Hofburg

Bei der Auswahl der Bienen für das Dach des Pullman Cologne war im Jahr 2011 auch die Wesensart der Tiere entscheidend. So fiel die Wahl auf Buckfast Bienen. Diese englischen Bienen wurden erstmals in der Benediktiner-Abtei Buckfast in Devon gezüchtet. Bruder Adam, ein aus Deutschland stammender Benediktinermönch, kreuzte diese Bienen dort aus italienischen und einheimischen Bienen. Die Buckfast Bienen gelten als besonders sanftmütig, ertragsstark und widerstandsfähig.

Professionelle Betreuung der Bienen

Federführend übernahm seit Beginn des Projektes ein Profi in Sachen Bienen, der lmkereibesitzer Gregor Köppen aus Köln-Dellbrück, die Betreuung der Völker. Als „lmkervater" hat er die fürsorgliche Hege und Pflege auch durch die in der Anfangszeit eigens gegründete Imker-AG im Auge behalten, die ursprünglich aus zehn Mitarbeitern und Auszubildenden des Hotels bestand. „Wir planen gerade die Bienen-AG wieder zu beleben, weil sich bei mir schon einige Mitarbeiter wiederholt nach dem Wohlbefinden unserer tierischen Gäste erkundigt haben. Da scheint doch ein ehrliches Interesse an unserem wichtigen Artenschutz-Projekt vorhanden zu sein", erklärt Hoteldirektor Henk J. van Oostrum.