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28.01.: Deutschland bleibt "Süßwaren-Billigland"

Foto: Koelnmesse

Die Verbraucher in Deutschland können sich wie schon die Jahre zuvor über die günstigsten Süßwarenpreise in ganz Europa freuen. In keinem europäischen Land kann man Süßwaren so preiswert einkaufen wie in Deutschland. Dies teilte der internationalen Süßwarenhandelsverbandes SWEETS GLOBAL NETWORK im Vorfeld der weltweit größten und wichtigsten Messe für Süßwaren und Knabberartikel, der ISM (Internationale Süßwarenmesse) vom 1. bis 4. Februar 2015 in Köln mit. Das Marktforschungsinstitut Nielsen hatte im Herbst 2014 im Auftrag von SWEETS CLOBAL NETWORK in 20 europäischen Ländern die Preise für einen identischen Süßwarenkorb erhoben.

Während die Konsumenten in Deutschland 23,65 Euro für den Süßwarenkorb - bestehend aus 17 Markenprodukten (sechs Schokoladenprodukte, fünf Zuckerwaren, drei Süßgebäckprodukte und drei Salzige Snacks) - bezahlen mussten, waren es in Norwegen, dem Land, das die Preisliste anführt, mit 50,05 Euro mehr als das Doppelte. Dieser absolute Spitzenwert ist aber eine Ausnahme, denn im zweitteuersten Land Schweiz kostet der Süßwarenkorb mit 39,72 Euro gut 10 Euro weniger als in Norwegen. Aber immerhin müssen unsere Nachbarn in der Schweiz für die identischen Süßwarenprodukte um über 15 Euro mehr bezahlen als in Deutschland. In der Rangliste der teuersten Länder folgen Dänemark (35,62 Euro) und Schweden (33,75 Euro).

Während der durchschnittliche Preis für den Warenkorb in allen 20 untersuchten Ländern 29,89 Euro beträgt, ist es sehr erstaunlich, dass der Süßwarenkorb selbst in Ländern wie der Slowakei (29,35 Euro), Russland (29,33 Euro), Bulgarien (27,77 Euro), Rumänien (26,52 Euro) und Polen (25,88 Euro) erheblich teurer als in Deutschland ist. Lediglich in den Niederlanden sind die Süßwaren mit 24,28 Euro ähnlich günstig wie in Deutschland.

Die Verkaufspreise im europäischen Süßwarenmarkt sind stabil gebleiben. Im Schnitt stiegen die Preise von Oktober 2013 bis Oktober 2014 nur um 0,2 Prozent. Dabei überrascht die große Differenz bei der Preisentwicklung in den Märkten. Prozentual die höchsten Preissteigerungen gab es in Tschechien (+ 6,5 %), Rumänien (+ 3,5 %) und Griechenland (+ 2,5 %), die stärksten Rückgänge in Ungarn (- 5,5 %), Frankreich (- 3,6 %) und in den Niederlanden
(- 2,0 %).

Quelle: Sweets Global Network e.V., München
European Confectionery Price Barometer 2013/2014 von Nielsen