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24.10.: VDI-Förderpreis für junge Ingenieure

Fotos: Redaktionsbüro Tewes

In der modernen Welt scheint die Tugend des Fleißes fast vergessen angesichts der vielen jungen „HighPotentials„ und vermeintlichen „Überflieger„. „Wirklich von Dauer sind nur die eigene Leistung und das eigene Netzwerk. Auch für diese endlich wieder an Wert gewinnenden Werte stehen wir und werden diese fördern„, sagte Robert Kyrion, Kölner Vorstand des „Verbandes Deutscher Ingenieure„ (VDI) Köln, bei seiner Eröffnungsrede zur Verleihung des VDI-Förderpreises am Donnerstag, 23. Oktober, im KölnSky.

Die nachfolgende Ansprache des Ministerialdirigenten Karl-Uwe Bütof aus dem NRW-Ministerium für Wirtschaft, Energie, Industrie, Mittelstand und Handwerk untermauerte auch aus eigener Sicht dieses grundlegende Verständnis.

Ein Überflieger im eigentlichen Sinne des Wortes war an diesem außergewöhnlichen Abend vor allem einer: Astronaut und Ehrengast Dr. Reinhold Ewald aus dem Kölner Luft- und Raumfahrtzentrum sprach als Gastredner zum Publikum.

Erstmalig in der Historie des „VDI Köln Förderpreises„ wurden gleich vier Preisträger für ihre herausragenden Abschlussarbeiten zum Studium einer ingenieurwissenschaftlichen Fachrichtung ausgezeichnet. Im gesamten Einzugsgebiet des Bezirksvereins, das knapp 6700 Mitglieder umfasst und sich von der belgischen Grenze bis nach Gummersbach sowie von Düsseldorf bis nach Rheinland-Pfalz erstreckt, waren zahlreiche Studierende der Ingenieurs- und Naturwissenschaften im Rennen um den begehrten VDI Köln Förderpreis angetreten.

Aus den hochwertigen Arbeiten kürten die Juroren unter interessierter Beobachtung von VDI-Direktor Ralph Appel aus Düsseldorf, weitere VDI Köln-Vorstände wie Prof. Dr. Till Meinel und die Kölner „Nacht der Technik„-Projektleiterin Thabea Müller folgende Arbeiten:

1. Platz: Auszeichnung durch Stephan Weber, Sales West Germany Leiter, mit dem von Buderus gestifteten „Förderpreis„ (dotiert mit 2000 Euro)
Michael Rademacher (Hochschule Bonn-Rhein-Sieg)
mit der Masterthesis zum Thema „Performance estimation and optimization of the IEEE802.11 MAC layer for long distance point-to-point links„

2. Platz: (dotiert mit 1000 Euro)
David Weisheit (RFH Köln)
mit der Masterthesis zum Thema „Die automatische Identifikation regelungstechnischer Modellparameter eines Permanent-Syncronmotors„

3. Platz: (dotiert mit 500 Euro)
Frederic Burmeister (FH Köln)
mit seiner Arbeit „Konstruktion einer Schrottschere für stranggepresste Aluminiumprofile und Planung der Einbindung in die vorhandene Strangpressanlage„

Premiere feierte an diesem Abend zudem der Sonderpreis der Kreissparkasse Köln (KSK). Dieser wurde von KSK-Regionaldirektor Wolfgang Eckert an Tobias Schwank (Hochschule Bonn-Rhein-Sieg) überreicht. Getreu dem diesjährigen Motto „Hoch hinaus mit dem VDI Köln„ erhält Schwank für seine Bachelorarbeit über den „Oxidative[n] Abbau industrieller Kraft-Lignine durch Ozon„ eine Fahrt mit dem kreissparkasseneigenen Heißluftballon.

Neben den Preisträgern und ihren Familien waren hochkarätige Gäste aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft geladen. So bot sich am Ende des offiziellen Teils mit einem finalen Comedy-Akt von Alex Schick und einer wohltätigen Aktion zugunsten des VDIni-Clubs für alle die Gelegenheit für angeregte Unterhaltungen und Diskussionen.

Neben der Agentur „Kölner Event Werkstatt„ kam für die inhaltliche Organisation des Abends ein studentisches Team um den Studierenden Sebastian Arndgen zum Einsatz, welches trendgerecht inzwischen auch frei buchbar ist (studivent.koeln) – ein weiterer Beleg für die anfängliche und schon seit der Antike bekannte und immer noch wahre These des VDI Köln-Vorstandes Robert Kyrion: „Ohne Fleiß kein Preis.„